2009/01/20

LOST


... heißt eine der besten HBO Serien. Einmal Robinson Crusoe sein, Alptraum oder Idealvorstellung, liegt wohl beim Betrachter. In Berlin hängen jedenfalls gerade wieder Plakate aus, dass ein junger Mann vermisst wird. Als letztes Jahr ähnliche Poster in der Kastanienallee auftauchten, dachte ich zuerst, es sei eine Kunstaktion, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher (ein Thema, das auch NightMarys beschäftigt, wie ich gerade herausgefunden habe ;-). Der Moloch frisst seine Kinder? Oder einfach nur mal schnell Zigaretten holen?
Jedenfalls musste ich heute morgen an Lost denken, als ich las, dass eine seit 12 Jahren vermisst gemeldete Brandenburgerin jetzt in der Schweiz wiedergefunden wurde. Und zwar nicht einfach irgendwo in einem netten Ort mit falscher Identität und dickem Geldbeutel, sondern in einem Wald bei Bern. In einem winzigen Unterschlupf. Hört sich gruselig an und ein bisschen wie Marlen Haushofers Die Wand. Mehr wahrscheinlich bald auf Bild.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

jetzt, nachdem die "mission der waldfrau" beendet ist, freut sie sich auf schnitzel, theater und einen galerie-besuch (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,602979,00.html). selbst nach jahrelanger askese scheint man also die wirklich wichtigen dinge nicht aus den augen zu verlieren...

Domarts hat gesagt…

Schnitzel!
Wahnsinn ... Danke für den Link!

Domarts hat gesagt…

Und natürlich handelt es sich bei den Vermisstenanzeigen in Berlin nicht um eine Kunstaktion, sondern um Realität. http://www.tagesspiegel.de/medien/cme1,252220.html